Die Rose
von M.Mendess aus der Kategorie Liebesgedicht
und wurde am 18.04.2011 um 13:30:00 eingetragen.
Die Rose die ich dir an diesem verregneten Tag gab,
Du stelltest sie auf dem Fenster Sims.
Die Sekunden vergingen,
die Minuten vergingen,
die Stunden vergingen ,
die Tage vergingen,
die Wochen vergingen,
die Monate vergingen,
und es geschah nichts.
Die Rose hat Jahreszeiten erlebt,
doch es geschah nichts.
Sie verwelkte nur,
doch du verschwendest keinen Gedanken an mich,
Jetzt ist es 1 Jahr her.
Ein Jahr seit ich sie dir gab,
und du sie mit Freude entgegennahmst,
1 Jahr erfuhr die Rose was es heisst vergessen zu werden.
Ein kleiner Wind weht durch dein Zimmer,
dieser kleine Wind befördert das letzte Rosenblatt das an der Rose
hängt davon.
In der Luft macht es einige Umdrehungen,
bis es mit letzter Kraft auf deinem schoss landet,
du erschrickst und schaust das Rosenblatt an,
Was wirst du tun?
Es gibt 2 Varianten.
Variante 1
Du erschrickst und fragst dich woher kommt das her,
dann schaust du zum Fenster Sims.
Siehst die Rose die Nackt und einsam in einem Glas steckt,
sie ist alt geworden,
sie hat lange gelebt,
sie hat mit angesehen wie du das leben weiterlebtest wie ob nichts gewesen wär,
mit letzter Kraft will sie dich an etwas erinnern,
an etwas von Bedeutung.
Du schaust sie an und fragst dich woher habe ich diese Rose,
dann fängt es an zu regnen,
und du siehst wie einzelne Tropfen auf das Fenster prallen,
du wirst langsam an etwas erinnert,
du schliesst die Augen,
und langsam wir ein Bild klar,
das Bild wir immer deutlicher,
es ist eine Stimme die du hörst,
sie sagt einfühlsam,
die ist für dich,
und langsam nimmt die verschwommenen Gestalt Formen an.
Du sieht das Lächeln,
das Lächeln das an diesem Abend zu letzten Mal von einer Frau gesehen wird,
das Lächeln das du ihm nahmst,
das Lächeln das er für unzerstörbar hielt,
für langlebig,
das Lächeln das ihm die Kraft gab jeden Tag zu überstehen.
Du siehst die Augen,
die Augen die deine wahre Schönheit sehen,
die Augen die von diesem Abend an keine andere Frau so ansehen werden wie dich,
die Augen die mit voller Trauer sind,
die Augen die wen er sie schlisst immer Dein Vollkommenes Gesicht sehen.
Du siehst die Lippen,
die du an diesem Abend mit deinen Lippen vergiften wirst,
sie so vergafften das sie keinen anderen Lippen mehr begehren werden.
Du siehst die Hände,
die deinen wohlgeformten Körper berühren durften,
die Hände die die sich nur nach deinen Wölbungen sehen.
Jetzt siehst du mich,
du erinnerst dich.
Jetzt fällt es dir ein,
du siehst mich,
mich am Boden wie ich versuche mein Herz wider in meine Brust zu drücken,
das Herz das ich dir gab,
das Herz das nicht mehr im selben Takt schlägt seit ich es dir gab,
es hat schaden angenommen der irreparabel ist,
so kalt es geworden ist die Sonne selbst könnte es nicht mehr erwärmen,
ich habe mein Herz verloren es ist zu spät,
ich gebe auf,
ein Loch öffnet sich im Boden und ich werde hinein gezogen,
ich wehre mich nicht dagegen,
ich lass es geschehen,
es zieht mich tiefer und tiefer und tiefer,
es nimmt kein Ende,
das ist mein Leben ohne dich ein endlos langes schwarzes Loch.
Variante 2
Du erschrickst,
dann schaust du vorher das Rosen Blatt herkam,
deine Haselnussbraunen Augen führen dich zum Fenster Sims,
dort siehst du,
die Rose die verwelkt im Glas steckt,
du stehst auf, gehst grazilen zum Fenster,
du siehst aus dem Fenster,
und langsam Prallen einzelne Tropfen auf dein Fenster,
sie Tanzen mit einander,
auf deinem Fenster gleiten sie dahin,
du nimmst das Glas in die Hand,
nimmst langsam die Rose raus,
jetzt hast du sie in der Hand,
die Arme alte Rose,
ihre Zeit ist gekommen,
sie muss gehen,
du schmeisst sie in den Abfalleimer,
du gehst ins Badezimmer fühlst das Glass mit Wasser,
während du das tust,
hörst du Leuten,
du weisst genau wer es ist,
du weisst wenn du erwartest,
du bist nervös den,
das zweite Mal das du ihn siehst,
er bedeutet dir viel,
zum Glück hast du dich richtig entschieden,
du rennst die Treppe hinunter so schnell,
das man meinen könnte das du fliegst,
vor der Tür bleibst du stehen,
holst tief Luft,
du bist immer noch nervös,
deine Hände sind nass,
du hast Angst,
du weisst nicht was passieren wird,
doch du weisst dass es richtig ist,
es fühlt sich richtig an,
langsam legst du deine Hand auf dem Türgriff,
du drückst den Griff nach unten und ziehst die Tür auf.
Du siehst das Lächeln,
das Lächeln das jetzt grösser scheint als vor einem Jahr,
das Lächeln,
das nur noch für dich zu Lächeln scheint,
das Lächeln das du an im magst,
weil es echt ist.
Du siehst die Augen die dich Ansehen als ob du eine Engel bist,
die Augen die so eine Schönheit nie gesehen haben,
die Augen die voller Freuden sind,
die Augen die keine Trauer kennen,
die Augen die wen sie nur sprechen könnten würden sie sofort die Sprache wieder verlieren.
Du siehst die Lippen die du vor einem Jahr zu den Glücklichsten Lippen der Welt gemacht hast,
sie leuchten,
sie haben immer noch den Geschmack deiner Lippen auf sich,
du fragst dich ob es richtig war sie zu beissen,
ob du sie verletzt hast,
doch nichts dergleichen sie sind wohl und munter,
sie können es nicht erwarten sich wider mit deinen Lippen zu vereinen,
sie zittern weil sie dich spüren.
Du siehst die Hände,
die vieles im Leben berührt haben,
die Hände die vor einem Jahr deinen Perfekten Körper berühren durften,
siehst du sie,
sie halten etwas,
ein Geschenk,
eine Rose.
Und du hörst die sanfte Stimme von einem Jahr,
die sagt,
hier für dich.