Die Lichtung
von LightningThunder aus der Kategorie Liebesgedichte
und wurde am 29.09.2010 um 19:43:00 eingetragen.
Was ist nur mit mir passiert?
Gehetzt und getrieben
Finde ich einen Platz der Stille
Ich blicke hinauf zum Mond
Er ist wunderschön heute Nacht
Ich lasse mich auf der Lichtung nieder
Ich bin hier
Ich bin angekommen
Aber ich weiß nicht wo ich bin
Ich fühle mich nur wohl
Ich lasse meinen Blick durch das dunkle Gehölz schweifen
Dort war eine Bewegung
Ich habe keine Angst
Ich bin hier
Hier gehör ich hin
Aus dem Geäst tritt ein Wesen
So strahlend hell
So düster
Ich bin still, wage es nicht mich zu bewegen
Nur mein Atem lässt mich wissen
Dass ich am Leben bin
Betrachte dieses Geschöpf voller Faszination
Sie lächelt mich an
Und ich vergesse die Welt um mich herum
Sie verschwimmt zu einem Schleier
Aus unwichtigen Dingen
Du bist hier
Das ist wichtig
Sage ich und stehe langsam auf
Während du zögerlich
Deine Schritte in meine Richtung lenkst
Woher kamst du
Warum trugen deine Schritte dich hierher
Ich frage
Und doch sage ich nichts
Weil ich weiß du kannst mich lesen
Wie ein offenes Buch
Eine plötzliche Sehnsucht ergreift mein Herz
So heftig und schmerzhaft,
dass es mich zu Boden ringt
mich nach Luft schnappen lässt
Auf Knien blicke ich zum Mond
Bete ihn an es möge richtig sein
Es möge der richtige Augenblick sein
Mein Blick gleitet zu dir
Wie du dort stehst
Auf der von Mondlicht erleuchteten Lichtung
Wie du lächelst
Wie du mich ansiehst
Als gäbe es nichts mehr auf der Welt
Außer dir und mir
Eine Träne in deinem Auge
Während das andere lacht
Erinnerst du mich an mein selbst
Du reichst mir die Hand
Hast noch kein Wort gesagt
Öffnest leicht deine Lippen
Sofort verstehe ich
Ich weiß ich muss nichts sagen
Um zu verstehen
Deine Stimme durchflutet meinen Kopf
Füllt ihn aus
Ich schließe meine Augen
Genieße jede einzelne Silbe
Und stehe langsam auf
Als ich deine Hand auf meiner Schulter fühle
Wir stehen uns gegenüber
Dicht an dicht
So wie die Bäume um uns herum
Und wenn wir Wurzeln hätten
Dann würden wir hier auf ewig stehen
Unter dem Mond
Uns gegenüber
Die Blicke ineinander verschlungen
In Gedanken eins
Nichts hindert uns
Einen weiteren Schritt zu tun
Einen für die Ewigkeit
Nur ein Stein
Zwischen dir und mir
Nur ein Schritt
Aber keiner tut ihn
Du lächelst immer noch
Greifst meine Hand
Führst mich um den Stein herum
Nimmst mich mit
In die Dunkelheit des Waldes
Ich weiß es ist richtig
Ich weiß ich komme irgendwo an
Der Mond zeigt uns den Weg
Er zeigt uns unseren Weg
Hinaus in die Welt
In eine Welt die wir verändern können
Wenn wir wollen
Die wir einreißen und uns neu Bauen können
Deine Schritte führen dich
Auf eine weitere Lichtung
Heller und schöner
Als es jemals eine Waldlichtung bei Nacht hätte sein können
Du setzt dich auf den von Nadeln bedeckten Boden
Blickst mich an
Mit dieser Sehnsucht
Die auch in mir herrscht
Ich verstehe dich
Auch wenn ich nicht weiß wer du bist
Woher du gekommen bist
Ich setze mich neben dich
Genieße die Dunkelheit
Und den Lichtkegel in dem wir sitzen
Die Bühne für unsere Gedanken
Nichts kann uns stören
Nichts kann uns trennen
Nicht einmal der Untergang der Welt
Wir sind hier
Zu zweit zusammen und doch allein
Wir sind so viel
Lass es nie enden
Lass es leben
Gib uns Zeit
Zeit für alles und für nichts
Lass uns sein
Lass uns bleiben
Wo wir sind und noch viel weiter
Geh ich mit dir
Du bist in mein Leben getreten
Und ich habe dir erlaubt
Mich zu faszinieren
Mich mitzureißen
Hör nie auf damit
Bleib bei mir
Wenn der Mond nicht mehr scheint
Mein Engel
Ich liebe dich
2010 LightningThunder