Die Frau im Spiegel (mein wahres ICH)

von ankasandra aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 16.10.2009 um 22:14:00 eingetragen.

Eine schwarze Gestalt in des Raumes dunkelster Ecke,
vergessen kauert sie unter Tonnen von Staub,
vergessen hat sie um des lebens Strecke,
und bedeckt ist ihre Seele von abgefallenen Laub.

Allein ist sie verblieben,
hat keinen mehr dem sie ihr Herz zeigt,
das Lächeln ist von ihrem Lippen vertrieben,
und ihre Freude hat sich zu Trauer geneigt.

Wenn sie selbst wüsste nur,
wer sie ist oder wer sie war,
doch hat sie es vergessen wie des unteuen schwur,
sie weiss nicht, wie ihr ist und was geschah.

Der Spiegel der an der einst rosa Wand hing,
liegt zerschlagen weit von ihr entfernt,
der Spiegel der einst ihre Schönheit einfing,
hat sie ihrer Lebensfreude doch entehrt.

In seinem Abbild gefangen,
hat sie alles verloren, was sie einst besaß,
den schlimmsten Selbstmord hat sie begangen:
das sie um die wichtigen Dinge im Leben vergaß.


Kommentare

Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht

mittendrin schrieb am 18.10.2009 um 18:26 Uhr folgenden Kommentar:
he liebe anja, danke für deinen ausführlichen kommentar, bitte schreibe mir unbedingt eine pn, ich muß dich etwas wichtiges fragen gruß chris


anja schrieb am 18.10.2009 um 14:26 Uhr folgenden Kommentar:
danke dir für deinen Kommentar .... und danke für deine aufmunternde Worte ... als ich jetzt nochmal mein gedicht gelesen habe, merkte ich das ich dass, was ich tatächlich sagen wollte, überhaupt nicht richtig ausgedrückt habe .... denn ich spüre einfach eine riesige diskrepanz zwischen dem was ich sehe, und dem was ich innerlich bin ... schwer das zu erklären, dazu müsste ich mein halbes leben erzählen. zusammengefasst könnte man sagen, dass ich nach dem Streben nach schönheit mein \"inneres\" hab völlig verkommen lassen .... man kann sagen, dass ich mich innerlich kaum wieder erkenne... aber die tatsache, dass ich das doch noch merke, und mich an mein \"ich\" damals erinnere- das lässt doch noch die hoffnung, das ich mit diesem ewigen sich im Spiegel betachten brechen kann und mich davon endlich befreie .... und dazu werde ich sicherlich die Kraft brauchen, von der du gesprochen hast .


mittendrin schrieb am 16.10.2009 um 23:20 Uhr folgenden Kommentar:
dein gedicht regt mich tief im innern meiner seele zum nachdenken an, nein es läßt mich grübeln, es läßt mich zweifeln an was wirst du mich fragen, ich zweifel an deinem spiegel, denn wer sein wahres ich erkennt, ist dem spiegel voraus und kann wieder verändern, seine situation, sogar sein ich, stell einen mann davor und es wird ihm gleich ergehn, glaub einfach wieder an dich und erkenne deine innere kraft als frau gruß chris, ich kenne menschen die haben den spiegel einfach umgedreht, sie sind die sicheren verlierer, denn sie erkennen sich selbst nicht mehr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.