Des Schneemanns Grab...

von angino aus der Kategorie Sonstige Gedichte
und wurde am 17.01.2012 um 05:25:00 eingetragen.





Vom Himmel hoch sanft rieselt Schnee,
legt sich nieder übers Land,
es zeigt sich mir doch keine Fee,
ein Schneemann ists am Wegesrand...

Der Schneemann stolz in Kälte lebt,
schwarze Kohleaugen schauen drein.
Neugier in seinem Gesichte steht,
geniesst den klaren Sonnenschein...

Schaut herab auf Mensch und Tier,
belustigend sein Lächeln,
behält das Umfeld im Visier,
spürt, dass manche Seelen schwächeln.

Ein Hund des Weges kam,
hebt dreist sein Beinchen hoch,
woher er sich die Frechheit nahm,
dann auch noch am Geschäfte roch.

Und auch ein Kater nahm sich Rechte,
kratzte ziellos mit scharfen Krallen,
den Schneemann dabei arg verletzte,
doch Neuschnee gab ihm neuen Ballen.

Nur die Freude, sie nicht gross,
lieber würde er zerfallen,
blickte traurig dann zum Himmel hoch,
mag keine Schneeflocke mehr tragen...


Enttäuschte Eistränen tropfen zu Boden,
auch die Luft erwärmt den Tag,
hier möcht der Mann aus Schnee nicht wohnen,
und nur die Abendsonne erhellt sein Grab...



angino...


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

angino schrieb am 02.02.2012 um 09:37 Uhr folgenden Kommentar:
dankeschön...


odin schrieb am 01.02.2012 um 12:02 Uhr folgenden Kommentar:
sehr schön wie du den schneemann beschreibst, glg odin

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