Der Sinn der regenschweren Tage...
von Claudia Embacher aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 09.01.2011 um 15:15:00 eingetragen.
Regen fällt,
hüllt die Welt ein
in nasses, trübes Grau,
nichts zu sehen vom Himmelsblau,
keine Sonne, keine Sterne,
keine himmelweite Ferne!
Das Gesicht am Fenster
schaut in das dunkle Regengrau,
sehnt sich nach dem Licht,
will die Schatten gar nicht sehn,
die dort in dem Grau entstehn,
nein, die will es nicht!
Malt mit unsicherer Hand
Regenspuren nach, die wie
Tränen sich gebannt, an des
Fensters Scheibe, an des Fensters
Rand.
Das Gesicht am Fenster
fragt nach des Himmels Tränen,
nach des Himmels Sehnen,
nach der Menschen Einsamkeit,
in der grauen, kalten Zeit.
Hinter ihr wird s plötzlich hell,
eine Kerze spendet schnell,
all ihr warmes, gutes Licht,
zaubert auch auf ihr Gesicht
Hoffnung, Freude, Fröhlichkeit.
Und sie sieht es plötzlich ein,
so erblickt man Kerzenschein
nur in tiefer Dunkelheit
und so hat auch diese Zeit
ihren Sinn....weil darin,,,
stets verborgenes Lichte scheint...!
(CE, 09.01.2011)