Der Chef, ein Wunder der Natur

von Märchenerzähler aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 10.02.2009 um 11:08:00 eingetragen.

Ein Mann aus tausend
und einer Nacht,
der als Chef
über uns wacht.
Er ist ein schöner Mann,
wenn man einigen Frauen
glauben kann.

Eigentlich ist er
noch gar nicht so alt,
aber bei Gesprächen
erwischt es uns kalt.
Was er alles schon geleistet hat,
macht uns einfach nur platt.
Er ist echt der beste Mann,
weil er wirklich alles kann.

Von jedem Beruf versteht er
das Handwerk wie kein Zweiter.
Wir sind das Ross
und er der Reiter.
Sein Wissen ist
wirklich bemerkenswert,
aber ob es ihn wirklich ehrt?

Der steinige Weg
den wir gehn,
muss jeder selber sehn,
wie er vorankommt,
denn der Weg ist übersät
mit den Steinen
die er uns legt.

Er ist besessen darauf,
der Beste zu sein,
und heimst die Lobe
der Chefetage ein.
Auf die Knochen seiner
Mitarbeiter,
spielt er den gnadenlosen Reiter.

Einer der sich jeden
Fehler leisten kann,
sieht man es nicht gleich an,
wenn man der Chef ist,
und diese
auf seine Leute schieben kann.

Und stellt sich mal
einer ihm in den Weg,
so erhält man
kurzer Hand den Beleg.
Mit den Worten des Dankes
von der Firma,
dass es das war
und zwar für immer.

Der Druck war einfach
oft zu groß,
was der Chef
sichtlich genoss.
Viele waren daher
schon krankgeschrieben,
oder hat es
letztendlich fortgetrieben.

Warum kann er uns
nicht in Ruhe arbeiten lassen,
damit wir ihn nicht so hassen?
Vielleicht liest er diese Zeilen
irgedwann mal ganz geheim
und sieht dann seine Fehler ein.

Das hoffen wir
von ganzem Herzen,
dann könnten alle
wieder lustig sein und scherzen.
Die Arbeit würde
Freude machen
und alle hätten
dabei was zu lachen.






Kommentare

Es gibt 4 Kommentare zu diesem Gedicht

Der Angler schrieb am 07.04.2009 um 10:30 Uhr folgenden Kommentar:
schieb am 07.02.2009 10:00 Uhr folgenden Kommentar : Ihr habt alle Recht mit Kamelen könnte er vieleicht umgehen, aber mit Menschen leider nicht.


schneewittchen schrieb am 27.03.2009 um 11:13 Uhr folgenden Kommentar:
Ein tolles Gedicht! Ich habe auch eins für dich von einer Postkarte: Lieber Gott,ich bitte Dich. Gib mir die Weisheit, meinen Chef zu begreifen. Gib mir die Liebe, ihm zu verzeihen. Gib mir die Geduld, seine Taten zu begreifen. Aber lieber gott, schenk mir keine kraft. Denn wenn du mir Kraft gibst, haue ich ihm eine rein. In diesem Sinne,ich muß los zu Sport,tschüsss!


harrystraight schrieb am 20.02.2009 um 02:55 Uhr folgenden Kommentar:
Geile Verarsche. Erinnert irgendwie an Wilhelm Busch, aber nicht wirklich. bin besoffen. Habe viel gelacht wegen dir. Da unten feiern sie Karneval und lassen mich nicht schlafen. Gehe ich jetzt da runter, oder schreibe ich auch so´n Gedicht, hehe... ;-)


Dorle schrieb am 18.02.2009 um 16:42 Uhr folgenden Kommentar:
Super Gedicht,passt ganz genau wie die Faust aufs Auge. Wäre toll wenn der Betroffene dieses Meisterwerk wirklich mal lesen würde. Weiter so......

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.