Der Abendstern

von Claudia Embacher aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 30.09.2011 um 20:12:00 eingetragen.

Wenn das Licht des Abendsterns
in Dein Zimmer scheint,
wenn die Augen müde sind,
weil Du viel geweint,
bringt das Sternenlicht Dir Ruh,
gerne schaust Du ihnen zu,
die dort oben thronen,
die dort ewig wohnen,
die so fern dem Weltenschmerz,
golden schimmert's Dir ins Herz,
Licht des Abendsterns!

Alles, was der Tag gebracht,
gibst Du nun zurück,
hast geweint und hast gelacht,
hattest Pech und Glück,
doch die stille Abendruh,
deckt auch Deine Wunden zu,
lässt Dich friedlich werden,
Sternenschein aus fernen Welten
fällt herab auf Erden!

Und das Glück der Kinderzeit
holt Dich wieder ein,
wieviel Sternlein stehen heut,
wieviel mögens sein?
Und ist einer auch dabei,
der für Dich nur scheinet,
tief bis in Dein Herz hinein,
dass so sehr geweinet?
Wieviel Sterne hat die Nacht?
Welcher ist für Dich bestimmt?
Was hat Dir der Traum gebracht,
etwas, das der Tag nicht nimmt?

Du fühlst Stille nun im Herzen,
Wärme tief in Deiner Brust,
und Du spürst trotz mancher Schmerzen
eine tiefe Lebenslust...
Neugier auf die Nacht, den Tag,
was auch immer kommen mag,
alles willst Du wertvoll heißen,
mögen tausend Sterne gleißen,
heute Nacht für Dich, für mich,
für uns alle hier auf Erden,
möge es in dieser Nacht ein
klein wenig heller werden!

(CE, 30.09.2011)




Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.