Das germanische Jahr

von Twity-Autor aus der Kategorie natur und mensch
und wurde am 02.08.2011 um 13:38:00 eingetragen.

Das germanische Jahr

Germanisch zeigt sich Hartung,
mit sehr viel Frost und Schnee.
Hart sind die kalten Tage,
sie frieren Land und See.

Der Hornung stammt vom Horen,
das ist die Paarungszeit.
Als Bastard, unverfroren,
trägt er ein kurzes Kleid.

Der Lenzing rückt zur Stunde,
verlängert nun den Tag.
Er bringt die frohe Kunde,
vom frühlingshaften Schlag.

Der vierte in der Runde,
wird Ostermond genannt.
Nach einer Lichtergöttin,
Ostara wärmt das Land.

Dann kommt die Zeit der Weide,
der Wonnemond in Mai.
Für Vieh auf grüner Heide,
für Lust und Glücksgeschrei.

Dem folgt die Brachet's-Dauer,
vom Sommerkorn im Feld.
Wer vorsorgt, ist wohl schlauer,
weil er das Feld bestellt.

Der Heuert mahnt zum Hauen,
im siebten Monatsjahr.
So können Mäuler kauen,
im Winter immerdar.

Der Ernting kommt von Ernte,
das Korn wird eingebracht.
Was früh der Bauer lernte,
hat ihm auch Glück gebracht.

Es folgt der Monat Scheiding,
er trennt das „Hochzeitspaar.“
Und alles, was am Ast hing,
hängt plötzlich nicht mehr da.

Wenn sich die Blätter färben,
macht sich der Gilbhart breit.
Das gelbe, bunte Sterben,
verleiht auch Traurigkeit.

Die Nebel werden dichter,
die Winde stürmisch, kalt.
Das Dach der Bäume lichter,
in weißer Schneegestalt.

Die dunklen Wintertage,
erhellt der Julmond - Schein.
Und glaubt man einer Sage,
gedenkt man Licht und Wein.



Twity, 02.08.2011
Copyright by Twity-Autor


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Erläuterung:

Mai = germanisch – (in) jung
Jul(mond) = Lichtfest, Kerzen, Weihnachten


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