Das Geheimnis am See

von Peter Bäßler aus der Kategorie Erotik
und wurde am 27.02.2011 um 09:27:00 eingetragen.

Ein Frühling am See, das Ufer fiel flach
Bäume gaben den Vögeln ein Dach
Es summte und brummte im Grase
Das Mäuschen reckt neugierig seine Nase
Am frühen Abend, es war sehr mild
Der See war ruhig, Manches flatterte wild
Ein Liebespaar nahm einen Uferplatz ein
Sie fühlten sich ungestört, fast schon allein
Doch da war das Mäuschen, wir nennen es Minka
Es sah bald Schönes, was es noch nie sah
Zu Hause durfte sie nicht im Schlafzimmer sein
Es ahnt jetzt, was kommt, im Abendschein
\\\'Wie machen es Menschen, wenn sie es wollen?
Doch nicht wie Katzen, die wild sich rollen?\\\'

Es schaut durch die Halme, sieht einen Kuß
die Körper zittern, ist jetzt schon Schluß?
‚Ich sehe nicht viel, ich muß höher stehen.’
Es schlich auf ein Boot, jetzt konnte sie sehen
Sie küssten noch immer, man konnte spüren wie heiß
Die Gesichter gerötet, die Bluse war weiß
Die Atmung der Beiden wurde sehr schwer
Minka erschrak – ist das ein Malheur?
Der Mann redet leis, hebt die Hand wie zum Gruße
in halber Höhe glitt sie in die Bluse
Willig rückte die Frau ihren Körper zu ihm
Die Augen geschlossen, sie hat fast geschrien
Die Beine gepreßt aneinander nun
Der Mann ließ die Hand in der Bluse nicht ruhn
Sie selbst löste einen Knopf nach dem andern
Während seine Hände zur Rockleiste wandern
In dem Moment huschte ein Vogel herbei
Doch auch eine Katze wäre Minka einerlei
Beide lehnten mittlerweile ganz bloß
Minka zu Füßen, der Frau bebt der Schoß

Sie küssten wie zu Beginn ganz zärtlich wieder
Die Augen, Mund und wo vorher das Mieter
Eine ganze Weile umspielte er vom Busen die Spitzen
Jetzt vermochten sie nicht mehr zu sitzen
Ja, wie das, es sitz die Frau auf dem Mann
Gar so, dass Minka ihr Gesicht sehen kann
Die Maus, so klein, ist ganz aus dem Häuschen
Doch ehrlich, wären wir nicht auch gern mal ein Mäuschen

Wem die Sache zu weit geht, sollt jetzt aufhören zu lesen
Denn das ist noch längst nicht alles gewesen
Die anderen spielen weiter das Mäuschen
Wie schon gesagt, es war ganz aus dem Häuschen

Die Hände des Mannes streicheln vom Rücken zur Brust
Die Frau stöhnt verhalten, ist voller Lust
Das Mäuschen sieht deutlich des Mannes Kraft
Vom Ästchen hat die Liebe zum Ast es geschafft
Ihre Hand umspannt und streichelt es sacht
Dabei beugt sie sich leicht vor, zu sehen die Pracht
Sie hebt ihren Körper, führt langsam sich nieder
Das macht sie, während sie küsst immer wieder
Sie steigert das Tempo, genießt ihre die Tiefe
Verzückt das Gesicht, dass die Zeit nie verliefe
Nur kurz eine Pause, begreift seine Fülle
Ein verbindendes Streicheln umschließt den Ort der Gefühle

Die Augen geschlossen, es tasten die Hände
Ein Stöhnen begann, als wären ringsum Wände
Das Mäuschen schaut nicht auf, gespannt schaut es zu
Die Sonne gesunken, im Gras keine Ruh
Den Rhythmus gesteigert, wie ein Stakato
Das Ende verzögert, Stöhnen klingt froh
Vereint sind sie den Berg bis zum Gipfel gegangen
Und darüber hinaus - umarmt wie mit Zangen
Dann eine Bewegung, und ein nochmaliges Stöhnen
An den Zustand danach mussten sie erst sich gewöhnen...
Sie küssten zum Schluß sich an Stellen
Die Dunkelheit konnte sie nicht mehr erhellen
Trotzdem waren die Augen strahlendes Glück -
Ein vorbeifahrender Zug gab die Gegenwart zurück
Sie nahmen noch ein Bad im seichten Gewässer
Das Mäuschen dachte, \\\'ich geh wohl jetzt besser\\\'

Zurück in die Scheune, ihren Geschwistern
Es nahm sich vor, mit keinem darüber zu flüstern
Was sie gesehen war schön in der Tat
Weitererzählen - wär für sie wie Verrat


Kommentare

Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht

Sissy schrieb am 23.06.2011 um 15:15 Uhr folgenden Kommentar:
Irgendwie stand hier vorher noch nen anderer kommentar aber der ist iwie weg ;D


Sissy schrieb am 13.06.2011 um 17:36 Uhr folgenden Kommentar:
ähm..hi ;D


username schrieb am 18.04.2011 um 21:06 Uhr folgenden Kommentar:
hi

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