Das Elend
von LightningThunder aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 04.08.2008 um 18:46:00 eingetragen.
Zitternd und keuchend
steht es vor deiner Tür.
Man nennt es das Elend.
Lass es herein
das arme Ding
Bibbernd und erschöpft
kriecht es auf dich zu
als du die Türe öffnest
und es hereinlässt
Alle Kraftreserven mobilisierend
und laut schreiend
paralysiert es dich
Es springt dich an
das Elend
Es ist nicht klein und hilflos
Es ist groß und mächtig
und es wirft dich zu Boden
wie ein tollwütiges Tier
Es raubt dir die Luft
die du zum atmen brauchst
Es lähmt deine Gieder
es schreit dich an
du kannst nicht weg
Groß und aufgeblasen
sitzt das Elend auf dir
und es spukt dich an, als es schreit
Langsam wirst du taub
und das Elend
kriecht in deinen offenen Mund
es nimmt dich ein
wie eine Festung
Du liegst dort auf dem Boden
keinen Finger kannst du rühren
nur entsetzt die Augen weiten
Und dem Elend
ein Asyl anbieten
Zitternd und keuchend
kommst du irgendwann
wieder auf die Beine
Armes Ding
Das Elend schaut durch deine Augen
erschöpft und abgekämpft
Es tut mit dir was es will
es wirft dich zu Boden
und treibt dir Dinge in dein Hirn
Du bist nicht der Einzige
den es packt
den es verschlingt
Du bist nur das Asyl
gib ihm Futter
gib ihm Leben!
Gib ihm einfach
dein Leben
2008/LightningThunder
Kommentare
Es gibt 3 Kommentare zu diesem Gedicht
LightningThunder schrieb am 15.08.2008 um 18:42 folgenden Kommentar:
Danke ihr beiden, wirklich herzlichen dank für eure Worte.
Christine schrieb am 11.08.2008 um 21:29 Uhr folgenden Kommentar:
Ja, ich denke Marie-Luise hat es auf den Punkt gebracht, jeder kann sein Elend darin erkennen in welcher Form auch immer, sehr gut geschrieben.....Danke.....herzliche Grüße Christine
Marie-Luise schrieb am 11.08.2008 um 05:25 Uhr folgenden Kommentar:
Ein super Gedicht und jeder kann sein Elend daraus lesen .... Sei es das Elend in seiner Form als Krankheit ..in der Liebe...oder aber auch einfach arm oder einsam zu sein......danke für dieses Gedicht..
Herzlichst grüßt Marie-Luise