Das Alter wirft den Schatten
von Twity-Autor aus der Kategorie Leben Lebenserfahrung
und wurde am 04.07.2011 um 18:13:00 eingetragen.
Das Alter wirft den Schatten
Der Glanz der müden Augen,
verschwand mit grauem Haar.
Die Zipperlein, sie raubten,
die Kräfte Jahr für Jahr.
Das Alter wirft den Schatten,
die Träume fürchten sich.
Selbst Wünsche, die sie hatten,
sie darben jämmerlich.
Die Uhr der alten Hülle,
gehorcht nicht dem Verstand.
Es drückt die Last der Fülle,
die alte, welke Hand.
Wie gerne möcht' ich sagen:
„Es wird bald alles gut.“
Wer stark ist, wird’s ertragen.
„Ich ziehe meinen Hut.“
Twity, 04.07.2011
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Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
Twity-Autor schrieb am 06.07.2011 um 16:58 Uhr folgenden Kommentar:
Hallöchen Peddagog, lieben Dank für das Lesen und deinen Kommentar. Es freut mich sehr, wenn dir diese Verslein gefallen! :-)
"Wer denkt schon über das Alter nach, wenn ihm noch keine "Zipperlein" plagen." Es ist schwer anzusehen, wie ein gestandener Mensch plötzlich irgendwann hilflos wie ein Kind wird. Nicht genug, dass viele im Alter ihren Partner/in verlieren, sie müssen sich auch mit dem Leid, dem Schmerz und der Einsamkeit arrangieren. Das erfordert in meinen Augen sehr viel Stärke und viele dieser Menschen sind keineswegs mehr stark...
Zu diesem Thema schrieb ich auch das Gedicht: "Demografie"
Herzliche Grüße und viel Spaß beim weiteren Schreiben wünscht Twity-Autor!
Peddagog schrieb am 06.07.2011 um 13:00 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Twity,
Wunderschönes Gedicht über das Altwerden. Aber es gibt ja keine Alternative dazu. Strophe 3 finde ich besonders gelungen. Befasse mich seit einiger Zeit auch mit dem Thema, weil ich das Problem ganz aktuell mit meinen Eltern habe (siehe mein Gedicht "Vater und Sohn").
Es grüßt dich lieb
Der Peddagog