Baumlos
von berson aus der Kategorie Gedichte zum Nachdenken
und wurde am 17.12.2009 um 21:19:00 eingetragen.
Hinterm haus am waldrand steht ein alter, morscher baum
Bald kommt der winter auch zu ihm und schenkt ihm weissen flaum.
Wenn dieser baum bloß denken könnt, er wüsst wohl viel zu sagen,
muß wohl sein schicksal weiterhin, ganz ohne denken tragen.
Ob er ihn spürt, den wind, den schnee – was er wohl dazu meint
Und ob er wohl lächeln würd, wenn nach dem regen sonne scheint?
Wenn vögel auf ihm sitzen, ihm in sein fleisch mal hacken – würd er dazu etwas sagen?
Oder ohne viel dabei zu denken, sein leben akzeptieren, ertragen?
Könnt ohnehin nicht laufen, wohl dennoch schmerzen spüren,
würd er sich freuen, wenn andere bäume ihn berühren?
Bloß ein baum, mit einem starkem leben?
Oder mehr?
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
NRW75 schrieb am 03.01.2010 um 01:59 Uhr folgenden Kommentar:
Hi berson, dein Werk bringt mich wirklich zum Nachdenken! Super geschrieben und gern gelesen. Gruß Nicole
mittendrin schrieb am 21.12.2009 um 17:21 Uhr folgenden Kommentar:
he, das ist sehr gut geschrieben, denk einfach ich wäre der baum und ich sage dir,er ist viel mehr