An einem Sonntag (2007 08 28)

von Moritz Rabe aus der Kategorie Gedichte zu Anlässen

Das treib/ende Stimmvieh
trifft sich heut’
auf dem Null-Markt
der größten Ideen
um siegreich und frei
ein Kreuz für das Volk
auf losem Blatt Filz
zu bezeugen.

‚Prinzipientreue’,
‚Mut zur Tat’
und ‚Vorwärts,
auf ein Neues!’
spiegelt sich kalt
in dem globigen Einaug’
vernagelter „Schafe“ wieder.

Längst erLOSchen,
die Phosphor-“Glut“,
stereotyp gebläht.
Wen wundert’s? -
Als er sprach,
der seelige Rhetor,
tönte herab(!)
von der Kanzel
‚nur so’
parodierte
erhoffte
Kritik-losigkeit...

Kein krummer Groschen
für dieses Babbel!
..kein Henker vor Ort
der sauber und schnell
das Füllwort
strichglatt stranguliert!?

Nur schließlich
„befreit“
gröhlte der Mob
in versoffener Laune
der Fröhlichkeit zu.
...

Dürftig an Sinn,
wie ein Stein in Gedanken:
„Wieweit mich
der Tritt auch versetzt...!“,
wird man
von Ein-Fall zu Ein-Fall gestoßen
dem Speichel
einen Schleck schon voraus.

Spielbälle des
Regenten sind’s:
-Primaten,
-Janhagel,
-Sakramenter,
-Volk!


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