Aberglaube

von H.T. aus der Kategorie Lustige Gedichte
und wurde am 07.06.2010 um 07:57:00 eingetragen.




Morgens schon, da fing es an,
was man als Pech bezeichnen kann.
Du bist aus Bettchen raus gesprungen,
hast auch noch ein Lied gesungen.

Springst in deine Dusche rein,
man will ja schließlich sauber sein.
Du seifst dich ein, dann kommt der Schreck,
das warme Wasser, das ist weg.

Nun gut, du nimmst es als gegeben,
es gibt ja schlimmeres im Leben.
Doch die nächste Panne wartet schon,
auf deinem tief gelegenen Balkon.

Dich trifft nun doch ein großer Schreck,
der Wäscheständer, der ist weg.
Mit deinen Höschen, du kriegst nen Hieb.
Der verdammte Schlüpferdieb.

Na ja, man ärgert sich doch sehr,
im Schrank hast du auch keine mehr.
Du lässt den Tag dir nicht verdrießen,
willst auch kein Tränlein heut vergießen.

Auf Arbeit dann, man ahnt es schon,
herrscht heute mal ein übler Ton.
Die Freundlichkeit an andren Tagen,
man braucht danach nicht mehr zu fragen.

Der Chef heut mal die Fehler nennt,
ganz schlecht gelaunt, er hat verpennt.
Deine gute Stimmung ist vorbei.
Aller guten Ding sind drei.

Du sitzt nun da, bist nicht mehr munter,
hast immer noch kein Höschen drunter.
Denkst noch daran:, “Heut war `s nicht schön,
ich werd erstmal nach Hause gehen“.

Zu Hause dann kommst du zur Ruh und
schließt nur noch die Türe zu.
Sehnst dich nach deinem Bette fein,
hier wird wohl endlich Ruhe sein.

Du schleichst dich in dein Zimmer rein
Und schreist, “Oh Gott, das kann nicht sein”.
Auf deinem schönen Rosenkissen,
hat deine Katze drauf geschissen.

Vor lauter Zorn trinkst du ein Bier
und erkennst, aller guten Ding sind vier.
Ein Tag der auch mal sehr misslungen,
irgendwann dann ausgeklungen.

Verlass dich niemals nur auf drei
solang der Tag noch nicht vorbei.
Die Moral von der Geschicht:
Trau, nach drei, dem Frieden nicht!


Kommentare

Es gibt noch keinen Kommentar zu diesem Gedicht

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.