A u s g e f a l l e n
von Mabel aus der Kategorie Gesellschaftskritisches
und wurde am 31.10.2008 um 17:42:00 eingetragen.
Irgendwann wirst du ersetzt
bis noch immer tief verletzt
kannst nichts sagen noch gewinnen
keinesfalls was neu beginnen…
Machst dir Sorgen um die Wochen
die so lange nichts versprochen
empfindest vieles, jetzt wie Ware
greifst verloren in die Haare…
Die dir täglich grauer scheinen
und es wirklich ehrlich meinen
wenn der Spiegel offeriert
dass man alles mal verliert…
Auch die Lust, danach zu trachten
wie es andre für sich machten
liest vielleicht ein Inserat
das dir auch nicht viel erspart…
Registrierst dich in den Reihen
wo sich neue Chancen weihen
mit der strahlenden Palette
von der jeder gern was hätte…
Und dann kommt es darauf an
dass man viel vertragen kann
von den Fragen und Geschichten
die sich alle schwül erdichten…
Jemand, will erotisch chatten
leider, meistens nicht die Netten
viel Gesichtslose darunter
sie begeistern rauf und runter…
Sagst, du magst es ausgefallen
diesbezüglich - und vor allem
nichts von dem, was kommen kann
fasst man dich - wie Ware an…
© Mabel Poercy
Kommentare
Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht
Mabel schrieb am 15.12.2008 um 21:38 folgenden Kommentar:
Vielen Dank für die nette Kommentierung… es ist emotional real entstanden, beim Versuch, meinen Einsatz mal auf eine Partnersuche zu fixieren. Meine Nichte machte in so einem Forum mit und animierte mich zu einer Eigenprobe… wahrlich… kaum verheißend erfolgreich, was da alles abgeht… amüsant und nett waren nur die Niederländer und Schweizer, die Deutschen verkommen wahrlich dahingehend, was den erzieherischen Anstand ausmachen könnte.
Liebe Grüße, Mabel
harrystraight schrieb am 15.12.2008 um 19:53 folgenden Kommentar:
Poltert gut runter, straight durchgehalten.
Exzellente Einfälle finde ich in folgenden Teilen:
"greifst verloren in die Haare…"
"wenn der Spiegel offeriert"
"wo sich neue Chancen weihen" - Kann man sich wirklich gut vorstellen
"mit der strahlenden Palette
von der jeder gern was hätte…"
"die sich alle schwül erdichten…"
Lustig fand ich die Zeile:
"Jemand, will erotisch chatten
leider, meistens nicht die Netten"
Überhaupt das ganze Gedicht ist sehr humorvoll gehalten.
Begeistert hat mich auch der emotionale Schluss:
"wie Ware an…" - da hört man fast schon deine Stimme.