A b g e s c h ä t z t

von Mabel aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 06.07.2008 um 01:31:00 eingetragen.

Wie plump sind die Gedanken / die du dir gemacht
ich - habe mit Bedauern / über sie gelacht…

Kannst mir unterstellen / ich wär im Grunde tot
es bringt mich weder heute / noch morgen in die Not…

In der du selber ausharrst / mit deiner dünnen Haut
ich habe längst die Hülle / genauer angeschaut…

Hab irgendwie bloß - Stroh / innerlich vor Augen
ein Eselchen vielleicht / würde dir noch glauben…

Und sich niederlegen / für die nächste Nacht
in der du dir - wie immer / etwas vorgemacht…

Was glaubst du, haben Worte / mir bisher gesagt
wenn ich zugleich sehe / wie das Ende nagt…

An den Utopien / die ein Luftschloss bauten
über dessen Schwelle / beide sich nie trauten…

Hab den Rückwertsgang / schon vor dir begonnen
hat dich *das* allein / gegen mich eingenommen…

Rette sich wer kann / musste ich mir denken
und die Zuversicht / aus deiner Nähe lenken…

Versteh dich jetzt als frei / für neue Abenteuer
mir sind diese längst / gar nicht mehr geheuer…

Bis der Tod uns scheidet / hast du vorausgesetzt
hast, als eingetreten / es neulich abgeschätzt …

Kannst sie noch begraben / die restlichen Prämissen
ich hab sie in den Müll / den du kennst geschmissen…

Sterbe nicht - noch einmal / mit der Zeit dahin
sollst auch gar nicht wissen / wo ich derzeit bin…

Wie Phönix aus der Asche / bin ich aufgestiegen
sah dich bei der Nächsten / angewidert liegen…

Ich wünsch´ ihr gute Nerven / und eine leichte Hand
mach ihr nicht die Leber / wie die eigene krank…

© Mabel Poercy / Düsseldorf 2001


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