Ü b e r r a s c h u n g

von Mabel aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 29.06.2008 um 17:22:00 eingetragen.

Ich freu mich auf den Abend / und auf mein neues Kleid
hab auch schon gebadet / noch für die Schminke Zeit…

Die Haare sind wie immer / komplett durchgestylt
sind mir auch gelungen / doch gleich wird sich beeilt…

Muss noch in die Straße / wo die Linie fährt
die mir meine Ankunft / sicher nicht verwehrt…

Du willst noch einmal reden / ich weiß auch schon warum
bin leider peinlich gefestigt / und kehr nicht wieder um…

Kenne schon, die Gründe / die deine Hoffnung tragen
musst mir eigentlich nichts / Enormeres, extra sagen…

Wünschte mir vergebens / diesen zeitlichen Raum
wo es noch reifen könnte / das arme Selbstvertrauen…

Du musst es schriftlich haben / was du nicht glauben kannst
und doch selbstverständlich / sofort in die Arme nahmst…

Als wären alle Frauen / die du dir ausgesucht
gleich von dem beeindruckt / was du so hingeflucht…

Mir kamen sofort Skrupel / dass es gut gehen kann
hab schon meine Erfahrung / Punkto arglistigen Mann…

War klar, dass ich genauso / einst verschrien bin
nehme ich es duldend / und blind auf Anhieb hin…

Hab jedoch gemieden / dass du mich erkennst
ließ, im Dunkel liegen / was du Liebe nennst…

Kann es mir erlauben / bloß interessiert zu tun
bin bereits gewappnet / konkurrenzlos immun…

Gegen Schicksalsschläge / und plötzliche Attacken
solltest meinen Kern / erst finden und dann knacken…

Mir scheint, du hast Charmantes / in Wahrheit nie entdeckt
und immer nur begehrt / was im Zufall steckt…

Kannst mit Überraschung / sicher kaum umgehen
nah gut, ich werde es gleich / an deinen Augen sehen…

Kann dir nämlich beichten / dass ich zufrieden bin
sofern ich mir genüge / mit unumstößlichen Sinn…


© Mabel Poercy


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