Ü b e r f l ü g e l t
von Mabel aus der Kategorie Gedichte über Menschen
und wurde am 05.10.2008 um 21:57:00 eingetragen.
Manche mögen glauben, dass man das Leben liebt
und plötzlich kommt ein Gegner, der alles dafür gibt
den Zeitpunkt zu verhindern, der so günstig liegt
und mächtig überflügelt, oft um die Ecke biegt…
In mancher Konstellation, stellte man sich quer
dann rückt, dieser Brachiale - mit seiner Keule her
wähnt sich überlegen und macht den starken Mann
wobei die eigene Nase, gleich was abkriegen kann…
Zeigt sich nicht beeindruckt, sondern eingeengt
mangels dessen Einsicht, unmittelbar beschränkt
schwört sich im Geheimen, manches heimzuzahlen
sieht ihn schon am Boden, unter verdienten Qualen…
Wacht am nächsten Morgen, wie benommen auf
war nicht mehr wie sonst, bei sich selbst zu Haus
irgendetwas hat sich, bei uns breit gemacht
das aus einem Winkel, selbstzufrieden lacht…
Es mundet nicht der Kaffee, kaum das eigne Brot
was man stets gewöhnt war, ist keineswegs im Lot
liest auch nicht die Zeitung, interessiert wie meist
es ist etwas im Wesen, stagniert - oder vereist…
Mag nicht daran denken, dass es Projekte gibt
weil plötzlich etwas Fremdes, über allem liegt
vermeidet die Erklärung, weil zu befürchten ist
dass man übertrieben, diese Entwicklung misst…
Nur langsam sind die Sinne, geläutert und gefasst
erhebt sich aus den Skrupeln, samt ungewohnter Rast
wäscht sich in der Wanne, abstruse Stunden runter
ist dann vor dem Spiegel, wieder erkennend munter…
Sagt sich hergerichtet, wer war denn die Gestalt
die so dumm wie keine, missbrauchte die Gewalt
mit der man niemals meistert, die Unzufriedenheit
sei, nächstens gescheiter und meide dessen Neid…
© Mabel Poercy