Fata Morgana
von aNFANGENDe aus der Kategorie Liebesgedichte
und wurde am 23.05.2010 um 01:33:00 eingetragen.
Es pochte sehr und rot wie nie
mein Puls im steten Wechselspiel
des Sonnenlichts in Ihren Strähnen:
Die Glanznuance, vis a vis,
wollt eben Bronzenes erwähnen,
da sie sich schon mit Gold verband,
wie niemand kann’s im Traum ersehnen:
so sedig-weich wie Wüstensand,
und wild wie jene Löwenmähnen,
wüstenfern aus Samarkand.
Doch alles schmolz zu Aschetränen,
als das Strahlen jäh verschwand:
Ihr Haar, ich dacht, es glänzt so viel,
war wolkenferne Fantasie,
aus der ich in die Ferne schiel -
vorbei ist’s, und als Trug erkannt.
Doch fragte ich mich, wutentbrannt,
was soll das Zittern noch im Knie,
wo aller Zauber ist gebannt?
Da wusste ich: ich liebe sie.