Verletzt

von Joneda aus der Kategorie Sonstige Gedichte
und wurde am 06.11.2009 um 21:34:00 eingetragen.

Manchmal ist man so verletzt,
dass der Mut den Willen setzt,
nichts mehr traut man sich noch zu,
nichts mehr kann man, keine Wut.

Dann sitzt man ganz friedlich, still,
hinter Wänden, hört nichts, will
einfach seine Ruhe haben,
in der Einsamkeit sich laben.

Das ist öfters als man meint,
wenn man seine Kräfte eint,
um den nächsten Tag zu fangen,
Hoffnung, Willen, stilles Bangen.

Und dann ist er da, pardauz,
fällt aus allen Wolken raus,
setzt sich mitten ins Genick,
leitet nun das Lebensglück.

Wunden schließt am Schluß die Zeit,
verletzt ist man, Narbenkleid,
doch man trägt es bald mit Stolz,
wundert sich und klopft auf Holz.


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Gedicht

Joneda schrieb am 07.11.2009 um 18:06 Uhr folgenden Kommentar:
Liebe fleur, gestern Abend, ich las gerade wieder, fing ich an darüber nachzudenken, warum man wohl schreibt und dann fiel mir dieses Wort ein und all das, was wohl folgt. *************************************************************************** Mit zunehmenden Alter wird man ruhiger, lockerer, was aber nicht heißt, dass man unanfechtbar ist, nein, man hat eher einen Sinn für sich darin erkannt, die Dinge als gegeben hinzunehmen und mit ihnen umzugehen.*** Manchmal folgt ja die ein oder andere Überraschung, eine Kleinigkeit, die aber einen von Herzen so sehr erfreuen kann, da man lernt, das nichts, aber auch rein garnichts selbstverständlich ist, sondern stets ein Geschenk, das wir empfangen. Liebe Grüße in Deine Welt und danke für Deinen Kommentar.


fleur schrieb am 07.11.2009 um 11:17 Uhr folgenden Kommentar:
Liebe Joneda, sicher bleiben von den meisten Verletzungen Narben zurück. Dennoch müssen diese unsere Seele nicht verhärten, das Herz nicht vereisen. Ich denke, nach jeder verletzung hat man auch wieder ein Stückchen über sich selbst gelernt. Man sollte dann wieder positiv nach vorn blicken. LG fleur

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